Luganer Bevölkerung bekennt sich gegen Littering


Die Zeichen stehen auf Frühling: Die Blumen spriessen, die Vögel zwitschern und der Abfall liegt auf dem Boden. Um dem Littering-Problem in Lugano bereits zu Saison-Beginn den Garaus zu machen, forderten die Botschafter der IG saubere Umwelt (IGSU) heute auf der Piazza Dante Alighieri Einheimische und Touristen dazu auf, sich an einer Plakat-Aktion gegen Littering zu bekennen. Mit Unterschriften, Sprüchen und Zeichnungen drückten sie ihr Bekenntnis zu einer sauberen Stadt aus und sicherten ihre Mithilfe beim korrekten Entsorgen ihrer Abfälle zu. 

Littering nimmt besonders in der warmen Jahreszeit vielerorts zu. Deshalb touren die IGSU-Botschafter-Teams auch dieses Jahr wieder durch die Schweiz. Heute haben sie auf der Piazza Dante Alighieri die Luganer Bevölkerung aufgefordert, sich gegen Littering zu bekennen und ihre Meinung dazu auf weissen Plakaten kundzutun. Die Plakat-Aktion wurde in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich in Städten wie Basel, Genf und Zürich durchgeführt. Dabei halten Passatinnen und Passanten mit Unterschriften, Gedichten und Zeichnungen fest, weshalb sie sich gegen Littering einsetzen. IGSU-Geschäftsleiterin Nora Steimer zeigt sich erfreut über die heutige Aktion: «Die Bevölkerung von Lugano hat sich heute von ihrer kreativen Seite gezeigt. Sie hat die Plakate zu wahren Kunstwerken gemacht und so ein deutliches Zeichen gegen Littering gesetzt.» Die Plakat-Aktion wird unterstützt von JTI (Japan Tobacco International). «Aktionen wie diese machen der Bevölkerung bewusst, dass jeder für seinen Abfall verantwortlich ist und es selbst in der Hand hat, die Schweiz zu einem sauberen Ort zu machen», weiss Andrea Hausmann, CSR-Verantwortliche bei JTI Schweiz. Die IGSU-Botschafter-Teams sind noch bis am 27. April in Lugano unterwegs und sensibilisieren Passantinnen und Passanten für die Littering-Problematik – zwar ohne Plakate, aber mit gewohnt viel Charme und Humor.

Littering stört und ist teuer 
Littering stört nicht nur, es schränkt die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum ein, hat negative Einflüsse auf das Image einer Stadt oder Gemeinde und kostet schweizweit rund 200 Millionen Franken im Jahr. Um die Bevölkerung für die Littering-Problematik zu sensibilisieren, ziehen IGSU-Botschafter-Teams seit 13 Jahren durch die Schweiz und informieren in über 50 Städten und Gemeinden über Littering und Recycling. Um auch Schülerinnen und Schüler für die Littering-Problematik zu sensibilisieren, führen die IGSU-Botschafter-Teams zudem Workshops und Pausenaktionen an Schulen durch.

No-Littering-Label feiert zweiten Geburtstag 
Als Kompetenzzentrum gegen Littering beschränkt sich die IGSU nicht auf die Botschafter-Einsätze. Unterstützt vom Bundesamt für Umwelt BAFU, dem Schweizerischen Verband Kommunale Infrastruktur SVKI und der Stiftung Pusch organisiert die IGSU jeweils den nationalen Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 13. und 14. September 2019 stattfindet. Ebenfalls bewährt hat sich eine Massnahme, die im Mai Jubiläum feiert: Das No-Littering-Label kennzeichnet seit Mai 2017 Städte, Gemeinden und Schulen, die sich gegen Littering einsetzen. Es bestärkt die Institutionen in ihrem Engagement, motiviert sie zum Ausbau ihrer Massnahmen und macht ihr Engagement in der Öffentlichkeit bekannt. Rund 90 Städte, Gemeinden und Schulen wurden mittlerweile mit dem No-Littering-Label gekennzeichnet.

 

Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) 
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein.
Eine der bekanntesten Massnahmen der IGSU ist der nationale Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 13. und 14. September stattfinden wird. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop, Valora und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfalleimer auf oder führen Aufräumtouren durch.

 

Medienkontakt 

  • Jorrit Bachmann, Projektleiter IGSU-Botschafter-Teams, Telefon 078 733 07 78

 

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