Zollikofen setzt auf Raumpatenschaften gegen Littering


Zollikofen startet mit einem neuen Raumpatenschafts-Projekt in die Littering-Saison. So soll unter anderem der Littering-Brennpunkt entlang der Aare unter Kontrolle gebracht werden.

Besonders an Sommertagen tummeln sich auf dem Zollikofer Trampelpfad entlang der Aare Jung und Alt; sie erfrischen sich im Fluss, grillieren und führen ihre Hunde Gassi. Sie verlassen die idyllische Landschaft oft erst nach Sonnenuntergang. Ihren Abfall aber lassen sie häufig liegen. Getränke-Dosen und -Flaschen, Chips- und Fleischverpackungen sowie Einweg-Grills liegen unter den Bäumen, auf den Lichtungen und werden in die Aare geweht. «Der Trampelpfad ist für unsere Reinigungskräfte relativ schwer zugänglich», erklärt Samuel Scherler, Technischer Mitarbeiter der Gemeinde Zollikofen. Deshalb sei er froh, dass sie bei der Reinigung nun Unterstützung erhalten. «Der 33-jährige Familienvater Adrian von Allmen ist im vergangenen Herbst auf uns zugekommen und startet jetzt als erster offizieller Raumpate, indem er den Trampelpfad regelmässig von Littering befreit», freut sich Scherler.

«Der Abfall verschwindet nicht von allein»
Unterstützung bei der Lancierung des Raumpatenschafts-Projekts holte sich Samuel Scherler bei www.raumpatenschaft.ch, der Website der IG saubere Umwelt (IGSU) zur Förderung von solchen Projekten. Dort registrierte er Zollikofen als neuen Organisator und bestellte für Adrian von Allmen Handschuhe, Warnweste und Hinweistafeln. Adrian von Allmen ist zuversichtlich, dass sich die Raumpatenschaft positiv auf die Littering-Situation auswirken wird: «Die Hinweistafeln tragen sicher dazu bei, den Passantinnen und Passanten bewusst zu machen, dass ihr Abfall nicht von allein verschwindet, sondern von jemandem aufgeräumt werden». Der Zeitungsverträger und Hausmann hält sich häufig in der Natur auf und baut sich momentan eine Selbständigkeit als Natur- & Visions-Coach auf. Deshalb verbindet er nun das Angenehme mit dem Nützlichen. «Ich bin nun zwar offizieller Raumpate», so von Allmen, «aber ich sehe auch oft andere Spatziergänger, die Abfall einsammeln.» Sowohl Samuel Scherler als auch Adrian von Allmen finden es wichtig, dass Einwohnerinnen und Einwohner mit der Gemeinde zusammenspannen. «Zusammen mit Adrian von Allmen werden wir jetzt erste Erfahrungen sammeln und hoffen, das Projekt zukünftig ausbauen und weitere Raumpaten einbinden zu können», verrät Samuel Scherler.

Unterschiedlicher Ansporn, gemeinsames Ziel
Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IGSU hofft, dass auch weitere Berner Gemeinden dem Beispiel von Zollikofen folgen und ein eigenes Raumpatenschafts-Projekt ins Leben rufen. «Denn Raumpatenschafts-Projekte sind ein kostengünstiges und effektives Instrument gegen Littering. Viele Städte und Gemeinden konnten so den Reinigungsaufwand deutlich reduzieren und das Ortsbild aufwerten», weiss sie. Die Raumpaten wiederum engagieren sich aus ganz unterschiedlichen Gründen: «Familien und Schulen wollen den Kindern so beispielsweise den richtigen Umgang mit Abfall vermitteln, Vereine stärken damit ihr Team und Unternehmen kommen der gesellschaftlichen Verantwortung nach», so Nora Steimer.

Sie wollen sich als Raumpatin oder Raumpate gegen Littering engagieren oder ein eigenes Raumpatenschafts-Projekt organisieren? Informieren Sie sich unter www.raumpatenschaft.ch über Ihre Möglichkeiten und nehmen Sie Kontakt zu uns auf.


Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) 
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop, Valora und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfalleimer auf oder führen Aufräumtouren durch.


Medienkontakt

  • Nora Steimer, Geschäftsleiterin IGSU, Telefon 043 500 19 99, 076 406 13 86
  • Samuel Scherler, Technischer Mitarbeiter Tiefbau, Zollikofen, Telefon 031 910 91 11

 

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