Die Raumpaten von Wädenswil haben das Littering im Griff


Ich bin auch ein Raumpate – das können in Wädenswil 25 Familien, Vereine und Einzelpersonen von sich behaupten. Sie engagieren sich auf freiwilliger Basis gegen Littering. Auch die Wädenswiler Stadträtin Astrid Furrer sorgt in ihrer Heimatstadt für saubere Strassen und freut sich darüber, mit kleinem Aufwand eine grosse Wirkung zu erzielen.

Westlich des Zürichsees setzen Städte und Gemeinden gerne auf Raumpatenschafts-Projekte, um Littering einzudämmen. Sowohl in Affoltern am Albis, als auch in Adliswil und Wädenswil werden freiwilligen Raumpatinnen und Raumpaten bestimmte Gebiete anvertraut, die sie regelmässig von Littering befreien. Wädenswil zählt beispielsweise 25 Raumpatinnen und Raumpaten, darunter Familien, Vereine und Einzelpersonen wie die Kantonsrätin und Wädenswiler Stadträtin Astrid Furrer. Sie kümmert sich um einen Abschnitt der Quartierstrasse, an der sie wohnt. «Ich gehe täglich mit meinem Hund Gassi und verbinde das immer mit dem Einsammeln von herumliegendem Abfall», erzählt sie. Manchmal finde sie nichts, an anderen Tagen fülle sie ein Hundesäckli unter anderem mit kleinen Verpackungen wie solchen von Riegeln, Zigarettenschachteln und Taschentüchern. Dass die Raumpatenschaften Wirkung zeigen, werde besonders am nationalen IGSU Clean-Up-Day deutlich. «Es fällt nicht mehr so viel Abfall an wie früher», freut sie sich.

Vom Ideen-Wettbewerb zum Raumpatenschafts-Projekt

Astrid Furrer ist seit Beginn des Wädenswiler Raumpatenschafts-Projekts mit an Bord. Das Projekt wurde 2012 lanciert, nachdem die Stadt unter dem Motto «Sauberei» einen Ideen-Wettbewerb zum Thema Littering durchgeführt hatte. «Gewonnen hat damals die Idee zu einem solchen Projekt», weiss Aurel Greter, Leiter Dienststelle Soziokultur der Stadt Wädenswil. Nach der Lancierung habe sich das Projekt zu einem Selbstläufer mit geringem Aufwand entwickelt. Um neue Raumpatinnen und Raumpaten zu finden, setzt die Stadt auf Medienberichte, Flyer und einen jährlichen Dankesapéro. «Manche Interessenten lassen sich auch von den Hinweistafeln inspirieren, die an den betreuten Strassen stehen und den Namen des jeweiligen Raumpaten tragen», verrät Aurel Greter. «Die Tafeln sorgen aber nicht nur dafür, neue Raumpaten zu rekrutieren, sie sensibilisieren die Bevölkerung auch für die Littering-Problematik und bedeuten für die engagierten Raumpaten eine gewisse Anerkennung», ist er sich sicher. Die Hinweistafeln bezieht er über www.raumpatenschaft.ch. Die Website der IG saubere Umwelt (IGSU) unterstützt Organisatoren von Raumpatenschafts-Projekten bei der Durchführung und stellt ihnen Hilfsmittel wie Tafeln, Handschuhen oder Warnwesten zur Verfügung.

Freiwilliges Engagement gegen Littering

In Adliswil werden die Raumpatinnen und Raumpaten vom Litter Club Adliswil aufgeboten, der eigens dafür gegründet wurde, Adliswil zu einer sauberen Stadt zu machen. Mittlerweile zählt der Litter Club rund 80 Mitglieder, darunter befindet sich auch der Stadtrat, der sich 2010 von der Idee begeistert zeigte und den Verein seither finanziell unterstützt. Der Litter Club sammelt jeweils am ersten Samstag des Monats Abfall ein und führt einmal jährlich den Anlass «Adliswil räumt auf» mit über 200 Teilnehmenden durch.

Auch Affoltern am Albis setzt seit mehreren Jahren auf ein Raumpatenschafts-Projekt, das aktuell 25 Raumpatinnen und Raumpaten zählt. «Ihr Einsatz ist enorm und sowohl für das Stadtbild wie auch für den Werkhof von grossem Nutzen. Vor allem auch ausserhalb des Siedlungsraums, wo der Werkhof keinen Reinigungsdienst leisten kann», weiss Markus Gasser, Stadtrat und selbst Raumpate in Affoltern am Albis. «Die Raumpaten organisieren sich selbstständig und erhalten für ihre Arbeit ein jährliches gemeinsames Nachtessen und kleines Präsent», so Markus Gasser. Ihm ist jedoch klar, dass dies nicht die entscheidende Motivation für deren grossen Einsatz ist. Vielmehr sei es für die Raumpaten eine Genugtuung, sich aktiv gegen die Littering-Problematik einzusetzen. Die Aufgabe der Stadt sei es wiederum, dieses persönliche Engagement zu würdigen und zu schätzen.

Unterschiedlicher Ansporn, gemeinsames Ziel
Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IGSU, hofft, dass sich weitere Städte und Gemeinden von solchen Erfolgsgeschichten ermutigen lassen und selbst ein Raumpatenschafts-Projekt starten. «Denn Raumpatenschaften sind ein kostengünstiges und effektives Instrument gegen Littering. Viele Städte und Gemeinden konnten so den Reinigungsaufwand deutlich reduzieren und das Ortsbild aufwerten», weiss sie. Die Raumpaten wiederum engagieren sich aus ganz unterschiedlichen Gründen: «Familien und Schulen wollen den Kindern so beispielsweise den richtigen Umgang mit Abfall vermitteln, Vereine stärken damit ihr Team und Unternehmen kommen der gesellschaftlichen Verantwortung nach», so Nora Steimer.

Sie wollen sich als Raumpatin oder Raumpate gegen Littering engagieren oder ein eigenes Raumpatenschafts-Projekt organisieren? Informieren Sie sich unter www.raumpatenschaft.ch über Ihre Möglichkeiten und nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

 

Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) 
Die IGSU ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmassnahmen für eine saubere Schweiz ein. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop, Valora und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfalleimer auf oder führen Aufräumtouren durch.

 

Medienkontakt

  • Nora Steimer, Geschäftsleiterin IGSU, Telefon 043 500 19 99, 076 406 13 86
  • Astrid Furrer, Kantonsrätin und Wädenswiler Stadträtin, Telefon 079 455 00 33
  • Aurel Greter, Leiter Dienststelle Soziokultur, Wädenswil, Telefon 044 780 82 14
  • Andreas Baumann, Präsident Litter Club Adliswil, Telefon 079 357 34 21
  • Andrea Carlen, Sachbearbeiterin Umwelt, Affoltern am Albis, Telefon 044 762 56 41

 

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