Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichten

In der Schweiz existieren bereits zahlreiche Raumpatenschafts-Projekte. Sie verringern nicht nur das Littering, sondern bringen zusätzliche Vorteile mit sich:

  • Raumpatenschafts-Projekte können ohne grossen Aufwand und mit geringen Kosten durchgeführt werden. Trotzdem sind sie wirkungsvoll gegen Littering.
  • Mit einem Raumpatenschafts-Projekt können Gemeinden und Städte ihren Reinigungsaufwand reduzieren, Nähe zur Bevölkerung herstellen sowie das Ortsbild aufwerten und die Lebensqualität steigern.
  • Schülerinnen und Schüler lernen dank einer Raumpatenschaft, Littering zu vermeiden, auf die Umwelt zu achten und Wertstoffe korrekt zu sammeln und zu entsorgen.
  • Vereine nutzen Raumpatenschaften fürs Teambuilding – denn gemeinsames Aufräumen schweisst zusammen. Zudem können die Vereine so der Gemeinde etwas zurückgeben.
  • Ein gemeinnütziges Engagement wirkt sich positiv auf das Image eines Unternehmens aus. Raumpatenschaften eignen sich dafür hervorragend.
  • Raumpaten leisten mit ihrem Einsatz gemeinnützige Arbeit und einen aktiven Beitrag für eine saubere Umwelt. Gleichzeitig können sie sich dabei mit Gleichgesinnten vernetzen.

 

Drei ausgewählte Erfolgsgeschichte zeigen, wie Raumpatenschafts-Projekte konkret umgesetzt werden können:

Illnau-Effretikon: Viele Freiheiten, grosse Unterstützung

Die Stadt Illnau-Effretikon führt in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) seit 2006 ein erfolgreiches Raumpatenschafts-Projekt durch. Sie konnte zahlreiche Privatpersonen, Vereine, Schulen und Unternehmen aus Gewerbe und Detailhandel motivieren, als Paten für eines von 32 festgelegten Gebieten zu sorgen.

Wie oft die Paten ihr Gebiet reinigen, ist ihnen selbst überlassen. So sammeln beispielsweise die Schülerinnen und Schüler der Schule Schlimperg wöchentlich Abfall auf dem Schulareal ein, die Jungliberalen säubern regelmässig die Station Illnau und der Frauenverein Ottikon sorgt gleich in mehreren Gebieten für Ordnung. Die Patenschaften laufen unbefristet.

«Die Paten unterstützen uns zudem in verschiedenen Projekten wie dem IGSU Clean-Up-Day, was für uns eine grosse Hilfe ist», erklärt André Rietli, Leiter Entsorgung und Umwelt, Stadtverwaltung Illnau-Effretikon. «Wir schätzen die wertvolle Mitarbeit sehr.»

Robinson Spielplatz

Die Stadt bedankt sich bei den Paten jeweils mit kleinen Aufmerksamkeiten: Neben Gebührensäcken verschenkt sie beispielsweise Körbe mit Spezialitäten eines lokalen Landwirtes oder Gutscheine für das Einkaufszentrum Effimärt. Zudem organisiert sie regelmässig Veranstaltungen: Neben der gewohnten Verpflegung am IGSU Clean-Up-Day lud sie auch schon zu einem Workshop mit anschliessendem Apéro riche.

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Basel-Stadt: Umwelteinsätze und Gegenleistungen

In Basel-Stadt können sich engagierte Schulklassen beim Amt für Umwelt und Energie (AUE) als sogenanntes «Green Team» eintragen. Jedes «Green Team» legt dar, welchen Umwelteinsatz es leisten möchte und welche Gegenleistung es sich vom AUE dafür wünscht.

Erwartet werden Einsätze in den Bereichen Abfallvermeidung, Recycling, Kompostierung, Entsorgung oder Littering. Das Team kann beispielsweise ein Gebiet von Abfall befreien, im Schulhof einen Kompostplatz einrichten oder das Schulfest ressourcenschonend gestalten. Als Gegenleistung wünscht sich das Team zum Beispiel einen neuen Basketballkorb auf dem Pausenplatz oder einen Beitrag an Klassenausflüge. Die zuständige Lehrperson bespricht anschliessend den Vorschlag mit dem AUE. Dabei wird überprüft, ob Leistung und Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen. Die Leistung des «Green Teams» und die von Verwaltungsseite versprochene Gegenleistung werden verbindlich in einem Vertrag festgehalten.

So hat beispielsweise eine Schulklasse über zwei Jahre lang einen rund 300 Meter langen Strassenabschnitt in der Nähe der Schule wöchentlich gereinigt. Die Schülerinnen und Schüler wurden von der Lehrperson für Putzeinsätze eingeteilt und erledigten diese jeweils in ihrer Freizeit. Nachdem sie den Umwelteinsatz geleistet hatten, erhielten sie dafür einen finanziellen Beitrag an ein nachhaltiges Klassenlager. Indem die Jugendlichen von Anfang an in das Projekt einbezogen wurden und ihre Ideen einbringen konnten, setzten sie sich intensiv mit dem Thema Littering auseinander. «Dabei wurden sie aber nicht allein gelassen», betont Timo Weber, Projektleiter Abfallprävention, Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt. «Wichtig ist, dass die ‹Green Teams› gut geschult und von Anfang an fachlich begleitet werden.»

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Gesamtschule Suhr: Vom Kindergarten bis zur Oberstufe

Die Gesamtschule Suhr hatte stark mit Littering zu kämpfen, weshalb sie bereits 2005 verschiedene Gegenmassnahmen ergriff. Dazu gehört auch ein Raumpatenschafts-Projekt. Alle Kinder vom Kindergarten bis zur Oberstufe machen beim «Schulhausplatz-Fötzele» mit. Jede Woche ist in jedem Schulhaus eine Klasse für das Aufräumen zuständig.

Die Klassen werden durch die Schulleitung eingeteilt und durch die Lehrpersonen geschult und betreut. Der tägliche Einsatz dauert rund 20 Minuten und wird jeweils am Morgen nach der grossen Pause durchgeführt. Dazu stehen Handschuhe und Greifzangen zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe reinigen zudem den angrenzenden öffentlichen Spielplatz, wofür sie von der Gemeinde entlöhnt werden.

«Das Raumpatenschafts-Projekt sorgt dafür, dass sich Schülerinnen und Schüler bemühen, ihre Umgebung sauber zu halten und als Vorbilder aufzutreten», berichtet Denise Widmer, Gesamtschulleiterin in Suhr. «So werden sie und ihre Kameraden für das Thema sensibilisiert und lernen, dass Putzen mühsam ist und dass es einfacher ist, nichts auf den Boden zu werfen.»

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